Niederwetz
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Leitbild der Ev. Kirchengemeinde Niederwetz


Aus der Geschichte der Kirchengemeinde


Niederwetz ist eine sehr alte Gemeinde. Schon 832 wird sie im Lorscher Codex erwähnt. Dieser Codex ist ein Verzeichnis, das Mönche angefertigt haben, um für die Zeit vor dem Jahre 1000 die Existenz vieler Orte des Kreises Wetzlar zu bezeugen. Es heißt dort "Wettiffa" für Niederwetz.
Schon im 12. Jahrhundert wird die Kirche in Niederwetz erwähnt. Im Zuge der Reformation wurde die Gemeinde in Niederwetz Filialgemeinde der Ev. Kirchengemeinde Oberwetz und von dort aus betreut. Seit 1568 ist sie Filialgemeinde von Reiskirchen, d.h. die Gemeinde ist völlig selbständig, aber der für die Gemeinde zuständige Pfarrer wohnt nicht in Niederwetz, sondern im Nachbardorf Reiskirchen. 22 evangelische Pfarrer haben bis heute in dieser Gemeinde ihren Dienst versehen.
Die Evangelische Kirche in Niederwetz ist eine moderne Kirche mit einem großem Altarraum. Sie liegt auf dem Berg und ist dadurch ein markanter Punkt im Dorf und schon von weitem zu erkennen. Die Kirchturmuhr dient vielen zur zeitlichen Orientierung.
Die moderne Architektur der Kirche ergab sich gezwungenermaßen. Am 6. November 1952, mittags um 12 Uhr, wurde die alte Dorfkirche durch Blitzschlag bei einem Wintergewitter zerstört. Der Turm war auseinandergerissen, Teile des Daches abgehoben und im Kirchenraum alles verwüstet. Nur die Orgel, die erst seit einem halben Jahr vor dem Brand ihren guten Dienst tat, konnte gerettet werden. Die Kirchengemeinde konnte mit Hilfe vieler Stellen eine neue Kirche erstellen. Am 12. September 1954 wurde sie unter großer Beteiligung der Gemeinde eingeweiht. Von der alten Kirche blieb nur ein Teil des Gemäuers des Altarraumes übrig. In dessen Kuppel befindet sich eine Lutherrose, die auf die früher lutherische Prägung der heute unierten Gemeinde hinweist.
Direkt neben der Kirche steht ein schönes Gemeindezentrum für die vielfältigen Angebote der Gemeinde zur Verfügung.

Die Lage des Dorfes ist so, daß der Wetzbach, welcher bei Oberwetz entspringt das Dorf in zwei Hälften scheidet. Die westliche Hälfte gehörte früher zu Solms-Braunfels, die östliche Seite zu Nassau-Weilburg. Jahrhunderte hindurch gab es in Niederwetz zwei Schultheißen und zwei Vorsteher, auf jeder Seite des Dorfes einen. Als im Jahre 1816 aus der ehemaligen freien Reichsstadt Wetzlar, aus dem Amte Atzbach, aus den Fürstentümern Solms-Braunfels und Solms-Hohensolms der Kreis Wetzlar gebildet wurde, wurde Niederwetz preußisch (Regierungsbezirk Koblenz).1932 wurde der Kreis Wetzlar dem Regierungsbezirk Wiesbaden zugeteilt, so daß Niederwetz seit 1932 wieder hessisch ist.

 

 
 
Geschichte
   
 

Leitbild der Ev. Kirchengemeinde Niederwetz

Unsere Ev. Kirche im Rheinland hat die Kirchengemeinden gebeten, ein Leitbild für die Kirchengemeinde zu erstellen.

Das Presbyterium der Ev. Kirchengemeinde Niederwetz hat Anfang Januar folgendes Leitbild beschlossen:

Auf der Grundlage des Evangeliums von der rettenden Liebe Gottes, die sich im Leben, Sterben, Tod und Auferstehung Jesu Christi gezeigt hat, wollen wir eine missionarische Gemeinde sein. Wir möchten, dass unsere Gemeinde zu einem glaubensfördernden Umfeld wird.

Wir wollen versuchen, die gemeindlichen Orte und Veranstaltungen so zu gestalten, dass in ihnen wohltuende Begegnungen und Erfahrungen der gnädigen Zuwendung Gottes ermöglich werden.

Wir möchten die frohe Botschaft von Jesus Christus in vielfältiger Form auch denen nahe bringen, die kaum oder keine Beziehung zu Jesus Christus im Glauben haben. Wir möchten auch dazu beitragen, dass Wachstum im Glauben geschehen kann, der sich niederschlägt im aktiven Leben als Christ in der Gemeinde.

In dem missionarischen Auftrag (Matth 20,18-20) sehen wir eine Beauftragung, die an alle Menschen in unserem Dorf gerichtet ist.

 

Als Bild von Gemeinde soll uns leiten:

Wir möchten wie ein Mischwald aus vielen verschiedenen Bäumen sein und die Gemeindeglieder ernstnehmen in ihrer unterschiedlichen Ausprägungen und ihrem Gewordenseins. Aus der Wurzel, dem Wort Gottes, der Liebe Jesu und der Triebkraft des Heiligen Geistes wünschen wir uns, dass immer wieder feste Stämme von Mitarbeitern heranwachsen, deren Engagement für die Sache Jesu durch die Mitarbeit in den Gruppen und Kreise vielfältige Früchte des Glaubens bringt. Wir wünschen uns, dass Menschen sich im Schatten dieser Bäume wohlfühlen und sie Freude daran gewinnen, selbst aus der Wurzel des Wortes Gottes als guter Stamm heranzureifen.

 

 

   
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